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letzte Änderung: 22.11.2010

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Glossar

Wahrscheinlichkeit des Eintretens
(engl.: probability of event)
Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines operationellen Verlustereignisses (Parameter bei internen Bemessungsansätzen zum operationellen Risiko).

Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU)
Ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU) ist ein Unternehmen, das über eine Konzession der FMA zur gewerblichen Erbringung der folgenden Finanzdienstleistungen verfügt: Beratung über die Veranlagung von Kundenvermögen, Verwaltung von Kundenportefeuilles mit Verfügungsvollmacht im Auftrag des Kunden sowie Vermittlung von Geschäftsgelegenheiten zum Erwerb oder zur Veräußerung von bestimmten Finanzinstrumenten, wobei das Halten von Geld, Wertpapieren oder sonstigen Instrumenten des Kunden nicht gestattet ist, sodass der Dienstleistungserbringer diesbezüglich zu keiner Zeit Schuldner seiner Kunden werden kann.

Wertpapierdienstleistungsunternehmen § 3 ("große Konzession")
Ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU) mit sog. "großer Konzession" hat die Möglichkeit neben der gewerblichen Beratung  über die Veranlagung von Kundenvermögen und Vermittlung von Geschäftsgelegenheiten zum Erwerb oder zur Veräußerung von einem oder mehrerer der in § 1 Abs. 1 Z 7 lit. b bis f BWG genannten Finanzinstrumente auch die Verwaltung von Kundenportefeuilles mit Verfügungsvollmacht im Auftrag des Kunden gewerbsmäßig durchzuführen. Darüber hinaus ist es diesen WPDLU möglich einen "EU-Pass" zu erlangen. Zur Erlangung der "großen Konzession" ist eine Reihe besonderer Konzessionsvoraussetzungen zu erfüllen (insb. Rechtsform einer Kapitalgesellschaft, dauerhafte Bestellung von zwei Geschäftsleitern, erhöhte Eigenkapitalvoraussetzungen).

Wertpapierdienstleistungsunternehmen § 4 ("kleine Konzession")
Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU) mit sog. "kleiner Konzession" sind jene WPDLU welche die Ausnahmebestimmung des § 20 Abs. 4 Wertpapieraufsichtsgesetz (WAG) in Anspruch genommen haben. Der (mögliche) Konzessionsumfang dieser WPDLU ist dahingehend beschränkt, dass die Verwaltung von Kundenportefeuilles mit Verfügungsvollmacht im Auftrag des Kunden ausgeschlossen und die Vermittlung von Geschäftsgelegenheiten auf Tätigkeiten im Rahmen des Artikels 2 Abs. 2 lit. g der Wertpapierdienstleistungsrichtlinie (Richtlinie 93/22/EWG), d.h. auf die Vermittlung von Wertpapieren (Einzeltitel) sowie verbrieften Anteilen an Kapitalanlagefonds, beschränkt ist.