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letzte Änderung: 16.10.2013

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Schutz- und Aufklärungspflichten der Berater

Finanzdienstleister haben strenge Schutz- und Aufklärungspflichten gegenüber ihren Kunden. Das WAG legt für die Erbringung ihrer Dienstleistungen Verhaltenspflichten ("Wohlverhaltensregeln") fest, die bei vielen Produkten des Kapitalmarktes zu beachten sind.

Bei der Erbringung von gewerblichen Dienstleistungen, die mit Wertpapieren oder der sonstigen Veranlagung des Vermögens von Kunden im Zusammenhang stehen, sind die Interessen der Kunden bestmöglich zu wahren. Diese Dienstleistungen sind von Finanzdienstleistern mit der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit im Interesse des Kunden (wie z.B. zeitnahe Ausführung der Order zum bestmöglichen Preis)  zu erbringen.

Ein Finanzdienstleister hat sich um die Vermeidung von Interessenkonflikten zu bemühen und dafür zu sorgen, dass bei unvermeidbaren Interessenkonflikten der Kundenauftrag unter der gebotenen Wahrung des Kundeninteresses ausgeführt wird.

Weiters müssen die Erbringer von Finanzdienstleistungen von ihren Kunden Angaben über ihre Erfahrungen und Kenntnisse in Geschäften, die Gegenstand der Finanzdiensleistungen sein sollen, über ihre mit den Geschäften verfolgten Ziele und über ihre finanziellen Verhältnisse verlangen, soweit dies zur Wahrung der Interessen der Kunden und in Hinblick auf Art und Umfang der beabsichtigten Geschäfte erforderlich ist. Diese gesetzliche Vorschrift dient Ihrem Schutz und gibt Ihrem Berater überhaupt erst die Möglichkeit, Sie zu beraten.

Der Finanzdienstleister, der diese Fragen nicht stellt, ist unprofessionell und verstößt gegen das Gesetz. So hat der Finanzdienstleister beispielsweise die Pflicht, ein Kundenprofil zu erstellen, dass er auf Verlangen auch dem Kunden übermitteln muss.

Darüber hinaus müssen den Kunden alle erforderlichen Informationen (z.B. Eigenschaften und Risiken des Geschäftes, Kosten, Laufzeiten, Preislimits, Börseplatz) zu der geplanten Veranlagung mitgeteilt werden,  soweit dies zur Wahrung der Interessen der Kunden und in Hinblick auf Art und Umfang der beabsichtigten Geschäfte erforderlich ist. Dieser Passus erlegt dem Finanzdiensleister eine umfassende Informations- und Risikoaufklärungspflicht auf.

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