Sprache umschalten / Switch language
Whistleblower-System
Springe zu: Fußzeile

1×1 des Bausparens

 

Bausparkassen sind Kreditinstitute, die auf Grund einer Konzession nach dem Bankwesengesetz berechtigt sind, Einlagen von Bausparern (sogenannte Bauspareinlagen) entgegenzunehmen und aus den angesammelten Beträgen den Bausparern für wohnungswirtschaftliche Maßnahmen und für Maßnahmen der Bildung und Pflege Gelddarlehen (sogenannte Bauspardarlehen) zu gewähren. Das Bauspargeschäft darf nur von Bausparkassen betrieben werden.

Bausparbedingungen

Jede Bausparkasse bietet unterschiedliche Varianten von Sparverträgen an. Allerdings beinhalten die Allgemeinen Bausparbedingungen sehr konkrete Bestimmungen für die jeweiligen Tarife, von denen ein individuelles Abgehen nur äußerst eingeschränkt möglich ist (siehe § 7 BSpG ). Der Bausparvertrag legt üblicherweise die konkrete Ansparzeit, eine Mindestvertragsdauer sowie das erforderliche Mindestguthaben, welches man angespart haben muss, um ein Bauspardarlehen beantragen zu können, fest. Des Weiteren werden Tilgungs- und Regelsparbeiträge festgelegt.

Beachten Sie bei dem Abschluss eines Bausparvertrages bitte folgende Tipps:

  • Achten Sie beim Zinsvergleich nicht nur auf den anfänglichen Fixzinssatz, sondern informieren Sie sich genau über den angebotenen variablen Zinssatz. Denn: Der hohe fixe Einstiegszinssatz gilt zumeist nur ein Jahr ab Vertragsabschluss. Geworben wird gerne nur mit Einstiegszins und staatlicher Prämie.
  • Hohe Zinsen gibt es manchmal nur bei Einzahlungen bis maximal 1.200 Euro pro Jahr. Einzahlungen, die darüber hinaus gehen („Überzahlungen“), könnten mit einem geringeren Zinssatz verzinst sein.
  • Überlegen Sie, ob Sie sich die monatliche Sparrate leisten können. Denn wird das vereinbarte Sparziel nicht erreicht, wird häufig ein Verwaltungskostenbeitrag fällig. Im Zweifelsfall vereinbaren Sie ein niedrigeres Sparziel.
  • Vorsicht bei einer vorzeitigen Vertragsauflösung, da hierbei ein Verwaltungskostenbeitrag fällig werden kann. Das Ersparte wird oftmals rückwirkend abgezinst und die erhaltene staatliche Prämie muss zurückbezahlt werden.
  • Verlangen Sie von der Bausparkasse Szenario-Berechnungen, die auf den angebotenen Zinsober- und Zinsuntergrenzen basieren.
  • Sie nutzen den Zinsvorteil optimal, wenn Sie zu Jahres- beziehungsweise zu Monatsbeginn einzahlen. Das Geld liegt länger am Konto, es laufen mehr Guthaben-Zinsen an.
  • Wenn Sie einen Bausparvertrag erst im Dezember abschließen oder besparen, dann sichern Sie sich zwar die Bausparprämie für dieses Jahr, bekommen jedoch kaum Zinsen, weil das Geld noch nicht lange zinsenwirksam „liegt“.

Quelle: Website Arbeiterkammer

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Beachten Sie, dass die Bausparkasse jedem Bausparer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen auszuhändigen hat. Diese haben jedenfalls Folgendes zu beinhalten (§ 4 BSpG ):

  • die Höhe und Fälligkeit der Leistungen der Bausparer und der Bausparkasse sowie die Rechtsfolgen, die bei Leistungsverzug eintreten,
  • die Verzinsung der Bauspareinlagen und der Bauspardarlehen,
  • die Ermittlung der Reihenfolge bei der Zuteilung der Vertragssummen unter Anführung der Mindestwartezeit sowie die Bedingungen für die Auszahlung der Vertragssumme; die Mindestwartezeit darf 18 Monate nicht unterschreiten,
  • die Sicherstellung der Darlehen und der Garantien,
  • die Voraussetzungen, unter denen ein Bausparvertrag geteilt oder mit einem anderen Bausparvertrag zusammengelegt oder die Vertragssumme erhöht oder ermäßigt werden kann,
  • die Bedingungen, unter denen Ansprüche aus dem Bausparvertrag abgetreten oder verpfändet werden können, ein Bausparvertrag gekündigt werden kann, sowie die Rechtsfolgen, die sich aus der Kündigung des Bausparvertrages ergeben,
  • den Abschluss von Lebensversicherungen auf den Todesfall, die Höhe der Versicherungssumme sowie die Möglichkeit der Anrechnung bereits bestehender Lebensversicherungen, sofern der Bausparer zum Abschluss einer solchen Versicherung verpflichtet wird,
  • die dem Bausparer zu verrechnenden Gebühren.

Bausparmodelle

Je nach Bausparkasse gibt es verschiedene Modelle (Unterschiede in Anspar- beziehungsweise Darlehenslaufzeiten sowie Verzinsung). Grundsätzlich sind die Verträge wie folgt ausgestaltet:

  • Ansparphase
  • Monatliche, jährliche oder einmalige Sparleistung
  • Laufzeit mindestens sechs Jahre
  • Zumeist flexible Verzinsung
  • Staatliche Prämie (vom Bundesministerium für Finanzen jährlich neu festgelegt)
  • Nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Dauer wird der Bausparvertrag dann zuteilungsreif, daher es wird Guthaben ausbezahlt beziehungsweise kann ein Darlehen beansprucht werden.
  • Darlehensphase

Eckzahlen zum Bausparwesen insgesamt (zum Beispiel Anzahl der Bausparverträge, Vertragsvolumen) finden sich auch auf der Website des Arbeitsforums österreichischer Bausparkassen.

Welche Kreditfinanzierungen sind möglich?

  • Bauspardarlehen
  • Zwischendarlehen: Dient dazu, bereits eine Finanzierung zu gewähren, auch wenn der Bausparvertrag noch nicht zuteilungsreif ist
  • Sonstige Gelddarlehen für wohnungswirtschaftliche Maßnahmen sowie für Maßnahmen der Bildung oder Pflege
  • Gelddarlehen für Rechnung Dritter, wenn diese der Finanzierung wohnungswirtschaftlicher Maßnahmen dienen
  • Gelddarlehen an Unternehmen, an denen die Bausparkasse beteiligt ist

Einlagensicherung bei Bausparguthaben

Bausparkassen haben eine Konzession nach dem Bankwesengesetz. Voraussetzung für die Konzessionserteilung ist die Zugehörigkeit zu einem Einlagensicherungssystem. Bauspareinlagen sind sicherungspflichtige Einlagen. Bitte beachten Sie unsere Informationen zur Einlagensicherung.