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Information zum Moratorium ohne Gesetzesform aufgrund von Covid-19 der österreichischen Kreditwirtschaft

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Die FMA hat am 29. September 2020 der EBA gemäß den EBA/GL/2020/02 das Moratorium ohne Gesetzesform zu Covid-19 der österreichischen Kreditwirtschaft angezeigt. Der Großteil der österreichischen Banken hat sich am Moratorium beteiligt (siehe Liste teilnehmender Kreditinstitute am Moratorium ohne Gesetzesform).

Eckpunkte des Moratoriums ohne Gesetzesform:

Anwendungsbereich:

  • Kreditnehmer der Forderungsklassen Mengengeschäft, Unternehmen und mit Immobilien besicherte Forderungen
  • Finanzierungs-Leasingverträge sind umfasst
  • Nicht vom Moratorium erfasst sind:
    1. Kredite, die dem gesetzlichen Moratorium unterliegen
    2. Forderungen an Institute oder Zentralstaaten bzw. Zentralbanken
    3. ausgefallene Forderungen und
    4. endfällige Kredite.

Voraussetzungen:

  • Der Kreditnehmer ist durch COVID-19 wirtschaftlich negativ betroffen.
  • Das Angebot der Stundungen erfolgte in allgemeiner Form als Präventivmaßnahme und nicht kundenspezifisch.
  • Die Stundungen wurden bis spätestens 31.08.2020 vereinbart und beziehen sich
  • auf Kredite, die vor dem 15.03.2020 abgeschlossen wurden.
  • Die gestundeten Forderungen wurden ab dem 15.03.2020 fällig.

Die Würdigung, ob alle Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt sind, obliegt dem teilnehmenden Institut.

Wie wird gestundet?

  • Die maximale Dauer der Stundung beträgt 9 Monate, dh längstens bis 31.03.2021.

Analog zum gesetzlichen Moratorium werden Tilgungszahlungen und/oder Zinszahlungen gestundet. Ab spätestens dem 01.04.2021 sind wieder die vertraglichen Zahlungen zu leisten. Wann und in welcher Höhe die gestundeten Beträge nach dem 31.03.2021 zu leisten sind, ist frei zu vereinbaren. Analog zum gesetzlichen Moratorium besteht die Möglichkeit, die Laufzeit des Kredits um die Zahl der gestundeten Monate zu verlängern.

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