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Whistleblower-System
Sparschweine

Die Rolle der FMA im Verbraucherschutz

Die FMA ist dem kollektiven Verbraucherschutz verpflichtet und schützt daher die Interessen der Gemeinschaft von Verbrauchern – zum Beispiel Kunden einer bestimmten Versicherungssparte, die Gemeinschaft der Sparer und der Anleger.

Ihre Ziele zum Schutz der Verbraucher verfolgt die FMA vorrangig durch

  • das Konzessionswesen,
  • die laufende Aufsicht
  • die Verfolgung von Anbietern, die illegal operieren
  • größtmögliche „Transparenz“ auf den Finanzmärkten

Hinweise von Verbrauchern sind wichtige Erkenntnisquellen für die Aufsichtstätigkeit

Die FMA ist jedoch keine Verbraucherschutzorganisation im klassischen Sinn. Der Schutz individueller Verbraucherinteressen ist weiterhin Aufgabe der Ombudsstellen, Schiedsstellen und Gerichte. Der FMA ist es untersagt, in den zivilrechtlichen Vertrag zwischen dem beaufsichtigtem Unternehmen und einem individuellen Kunden einzugreifen. Für Schadenersatzansprüche hat die FMA Konsumenten stets auf den Zivilrechtsweg, zu einer Schlichtungsstelle (Bankenschlichtung, Verbraucherschlichtung) oder zu den ordentlichen Gerichten zu verweisen. Als Aufsicht hat sie Objektivität gegenüber allen Beaufsichtigten und deren Kunden zu wahren und darf niemals Partei ergreifen.

Informationen, Hinweise oder Anzeigen von Verbrauchern, Anlegern oder Gläubigern gegen Marktteilnehmer sind aber eine wichtige Erkenntnisquelle für die Aufsichtstätigkeit. Aufgrund dieser Erkenntnisse ergreift die FMA Maßnahmen und setzt Initiativen und Schwerpunkte im Verbraucherschutz.

Schwerpunkte der Aufsicht

Der Schwerpunkt der Aufsicht lag 2016 in der Überprüfung der Einhaltung der Informationspflichten durch die beaufsichtigten Unternehmen. Der mündige Verbraucher soll jenes Finanzprodukt auswählen können, das seinen Vorstellungen, Anforderungen und Risikoneigungen am besten entspricht. Der Verbraucher muss dafür alle Informationen in einer verständlichen, fairen und nicht irreführenden Art und Weise erhalten, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Auch die FMA selbst gibt auf ihrer Website klare und verständliche Informationen an die Verbraucher. Die Häufig gestellten Fragen geben auf die häufigsten Fragen der Verbraucher eine verständliche Antwort. Bei weiteren Fragen beachten Sie bitte die Informationen im Menüpunkt Beschwerde und Ansprechpartner.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Überprüfung der Beschwerdebearbeitung durch die beaufsichtigten Unternehmen. Unternehmen haben bestimmte Vorgaben bei der Beschwerdebearbeitung einzuhalten. Unter anderem haben Sie Angaben zum Beschwerdeverfahren auf leicht zugängliche Art zu veröffentlichen sowie in angemessener Frist zu antworten. Eine endgültige Entscheidung muss vom Unternehmen begründet werden und der Kunde muss über Schlichtungsstellen informiert werden.

Aufgaben der FMA

Die FMA beaufsichtigt die österreichischen Banken. Sie hat hier nicht die alleinige Zuständigkeit, sondern arbeitet gemeinsam mit der Österreichischen Nationalbank und der Europäischen Zentralbank zusammen.
Nicht nur Banken, sondern auch Pensionskassen unterliegen der Aufsicht der FMA. Die Aufgabe liegt hier insbesondere darin, sicherzustellen, dass die Verpflichtungen aus den Pensionskassenverträgen erfüllt werden.
Die FMA überwacht unter anderem, ob die Rahmenbedingungen der Veranlagungspolitik und die Eigenmittelerfordernisse eingehalten werden.
Versicherungen werden auf ihre finanzielle Situation laufend überwacht. Die Aufgabe der FMA ist es, sicherzustellen, dass die Versicherungen ihre Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen erfüllen können.
Wertpapierfirmen und Wertpapierdienstleistungsunternehmen werden laufend beaufsichtigt. Unter anderem wird kontrolliert, dass Meldepflichten, Wohlverhaltens- und Compliance-Vorschriften eingehalten werden. Ebenso werden Maßnahmen zur Markt- und Börseaufsicht gesetzt.

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