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Brexit

Veröffentlichungsdatum:

Die FMA informiert bereits seit 2017 auf ihrer Website laufend über ihre Einschätzung der möglichen Konsequenzen des Brexit sowie über aktuelle Entwicklungen auf europäischer Ebene.

Update vom 17.12.2020

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) hat anlässlich des Brexit eine Erklärung für Kunden von Finanzinstituten des Vereinigten Königreichs veröffentlicht. Darin werden die Verpflichtungen der britischen Finanzinstitute sowie die Auswirkungen auf grenzüberschreitende Zahlungen zwischen EU und dem Vereinigten Königreich ausgeführt. Weiters wird darauf hingewiesen, dass es zu Änderungen hinsichtlich des Zugangs zu britischen Bankkonten sowie des Schutzes der Einleger kommt. Verbraucher sollten mit ihren britischen Finanzinstituten in Kontakt treten um weitere Informationen zu erhalten. Nähere Ausführungen der EBA hierzu finden Sie unter folgendem Link.


Die FMA weist darauf hin, dass STS Verbriefungen, bei denen der Originator, Sponsor oder die Verbriefungszweckgesellschaft in UK domiziliert ist, ihren bevorzugten STS-Status mit Ablauf des Übergangszeitraums verlieren. Mit dem Verlust des STS-Labels geht das Ende der bevorzugten Kapitalbehandlung unter der CRR einher, die für diese Art von Verbriefungen vorgesehen ist.

Weitere Informationen finden Sie unter den folgenden Links:

Update vom 31.1.2020

Am 30.01.2020 hat die Europäische Union das Abkommen zum Austritt des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union ratifiziert. Es gilt eine vorläufige Übergangsfrist bis zum 31.12.2020, während der das bisher als „harter Brexit“ bezeichnete Szenario abgewendet ist.

Beitrag vom 12.3.2019

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über aktuelle Themen, sowie für den Fall eines ungeregelten Brexit getroffene Maßnahmen. Bitte beachten Sie, dass die untenstehenden Informationen anlassbezogen aktualisiert werden können.

Europäische Ebene

  • Die Europäische Kommission hat bereits 2018 in einer Reihe öffentlicher Mitteilungen klargestellt, dass die Vorbereitung auf einen ungeregelten Brexit auch Aufgabe der privaten Marktteilnehmer ist und für einzelne Marktsegmente auf spezifische Risiken hingewiesen.
  • EBA, EIOPA und ESMA haben ebenso in einem gemeinsamen Bericht auf die Wichtigkeit der Vorbereitung auf einen ungeregelten Brexit hingewiesen
  • EBA hat in ihrer Opinion on preparations for the withdrawal of the UK from the EU Finanzinstitute aufgefordert, relevante Risikokanäle zu analysieren und dabei auch zahlreiche relevante Risikokanäle genannt
  • EIOPA hat ebenfalls Opinions zum Brexit veröffentlicht
  • EBA, EIOPA, ESMA und EZB haben Opinions und andere Mitteilungen veröffentlicht, die zwar primär Sitzverlegungen und Neugründungen britischer Unternehmen in den EU-27-Mitgliedstaaten adressieren, aber insbesondere in den Bereichen Outsourcing und Delegation auch für österreichische Unternehmen relevant sein können
  • Das SRB hat kürzlich ein Position Paper zur Sicherstellung der Abwicklungsfähigkeit von EU Finanzinstituten im Zusammenhang mit dem Brexit veröffentlicht
  • ESMA hat Kooperationsabkommen mit UK Behörden (MoUs zu CRA, TR, CSD, CCP) abgeschlossen (siehe ESMA-Website hier sowie hier)

Nationale Ebene

  • In Österreich wurde das Brexit-Begleitgesetz abgeschlossen, das als Sammelgesetz aller Ministerien Vorkehrungen für einen harten Brexit vorsieht
  • Kooperationsabkommen mit UK Behörden (MoUs zu Banken, VUs, WPF, Asset Management und Infrastrukturen) werden für einen harten Brexit vorbereitet
  • Die FMA steht laufend im Dialog mit beaufsichtigten Instituten – Institute müssen Vorkehrungen treffen