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Whistleblower-System

Schwankungsrückstellung

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Pensionskassen bilden zum Ausgleich von Gewinnen und Verlusten aus der Veranlagung und aus dem Ausgleich versicherungstechnischer Risiken eine Schwankungsrückstellung. Diese erfüllt eine „Pufferfunktion“, um erwartete Veranlagungserträge erfüllen zu können.

Hier finden Sie Informationen zu:

Die Schwankungsrückstellung ist ein eigener Teil des Vermögens einer Veranlagungs- und Risikogemeinschaft, der getrennt vom restlichen Vermögen geführt wird. Sie dient zum Ausgleich von schwankenden Veranlagungserträgen und versicherungstechnischen Erträgen und erfüllt somit eine „Glättungsfunktion“. Leistungsberechtigte sollen mit ausgeglichenen Pensionsleistungen rechnen können.
Die Schwankungsrückstellung wird aus dem Teil der Verzinsung dotiert, der über den rechnungsmäßigen Überschuss hinausgeht. Der rechnungsmäßige Überschuss basiert auf dem Geschäftsplan der Veranlagungs- und Risikogemeinschaft und stellt den durchschnittlich erwarteten Veranlagungsertrag dar. Der Arbeitgeber kann Beträge speziell für die Dotierung der Schwankungsrückstellung leisten, um eine zusätzliche Sicherheit für die Erfüllbarkeit der Pensionsleistungen zu gewährleisten.
Wird nun in einem Veranlagungsjahr der rechnungsmäßige Überschuss überschritten, so wird der übersteigende Teil des Veranlagungsergebnisses der Schwankungsrückstellung gutgeschrieben.

In Jahren, in denen der Prozentsatz für den rechnungsmäßigen Überschuss nicht erreicht wird, wird der fehlende Teil aus der Schwankungsrückstellung entnommen.

Der Sollwert der Schwankungsrückstellung ist vom Vorstand der Pensionskasse festzulegen. Bezüglich der Höhe der Schwankungsrückstellung sind die im Pensionskassengesetz vorgegebenen Schwellenwerte einzuhalten.
Per Ende 2014 betrug die Schwankungsrückstellung rund 7% der Deckungsrückstellung.

Die Schwankungsrückstellung kann grundsätzlich geführt werden

  • global – gemeinsam für Gruppen von Anwartschafts- und/oder Leistungsberechtigten  oder
  • individuell – getrennt für einzelne Anwartschafts- oder Leistungsberechtigte

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