Liquiditätsstresstests bei Investmentfonds

Liquiditätsstresstests bei Investmentfonds
Die Sicherstellung ausreichender Liquidität zur Bedienung von Rücklösungen ist ein zentrales Element des Risikomanagements von Investmentfonds. Vor diesem Hintergrund führt die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) auf regelmäßiger Basis Liquiditätsanalysen und Stresstests durch, um potenzielle Risiken, die sich aus dieser Risikoart ergeben könnten, frühzeitig zu erkennen.
Die Analyse 2025 basiert auf den gemeldeten Liquiditätsprofilen sowie den gemeldeten Ergebnissen drei aktivseitiger Stressszenarien aller zum Stichtag 30.06.2025 von österreichischen Verwaltungsgesellschaften verwalteten Organismen zur gemeinsamen Veranlagung in Wertpapieren (OGAW) und Alternative Investmentfonds (AIF) gemäß dem Investmentfondsgesetz (InvFG). Die aktivseitigen Stressszenarien wurden um zwei passivseitige Szenarien ergänzt.
Die Analyse der Liquiditätsprofile zeigt, dass die allgemeine Liquiditätssituation der Fonds aus derzeitiger Sicht grundsätzlich als ausreichend eingestuft werden kann.
Ergebnisse Stressszenarien: Anzahl der Fonds, die in den jeweiligen Stressszenarien Liquiditätsinkongruenzen aufweisen
Sämtliche Liquiditätsinkongruenzen, die bei den Stressszenarien auftraten, sind auf Grundlage der angewandten Szenarien, der Portfoliostruktur und der investierten Assetklassen nachvollziehbar. Als Assetklassen mit potenziell höheren Liquiditätsrisiken wurden Emerging Market-, High-Yield- und Unternehmensanleihen sowie Aktien Österreich identifiziert.
Die FMA plant die Risikolage weiter zu beobachten und die Liquiditätsstresstest in risikobasierter Form tourlich zu wiederholen.
