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Whistleblower-System

Internationale Organisationen

Die FMA ist nicht nur in die Europäische Aufsichtsarchitektur eingebunden sondern auch aktives Mitglied in internationalen Gremien und Organisationen.

Nachfolgend finden Sie Informationen zu den wesentlichen internationalen Gremien und Organisationen:

  • BSCB (Basel Committee of Banking Supervision)
  • BSCEE-Group (Group of Banking Supervisors from Central and Eastern Europe)
  • CESEE ISI (Central Eastern and South Eastern European Insurance Supervision Initiative)
  • FATF (Financial Action Task Force on Money Laundering)
  • FSB (Financial Stability Board)
  • IAIS (International Association of Insurance Supervisors)
  • IMF (International Monetary Fund)
  • IOPS (International Organisation of Pension Supervisors)
  • IOSCO (International Organization of Securities Commissions)

Basel Committee of Banking Supervision (BCBS)

Das BCBS mit Sitz in Basel hat es zur Hauptaufgabe, internationale Standards und Grundsätze zur Aufsicht über Kreditinstitute zu erarbeiten. Zudem bietet es ein Forum zur Kooperation im Aufsichtsbereich mit dem Ziel, die weltweite Finanzmarktstabilität zu stärken. Die FMA ist in der, dem BCBS zugehörigen, Basel-Konferenz vertreten.

Webseite BCBS

Group of Banking Supervisors from Central & Eastern Europe

Seit 2008 ist die FMA Mitglied in der „Group of Banking Supervisors from Central and Eastern Europe“ (BSCEE), einer informellen Vereinigung der Bankenaufseher aus Zentral- und Osteuropa. Der Hauptsitz des BSCEE ist in Warschau. Ziel der BSCEE Gruppe ist es, die enge Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Bankenaufsehern Zentral- und Osteuropas zu fördern und durch Trainingsprogramme sowie durch den Austausch von Aufsichtstechniken, -erfahrungen und Know-How eine verbesserte Aufsicht sicherzustellen.

Webseite BSCEE

CESEE Insurance Supervision Initiative (CESEE-ISI)

Diese Initiative vereint die Versicherungsaufsichtsbehörden aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa mit dem Ziel einer verstärkten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit dieser Region. Neben der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) zählen die Behörden aus Albanien, Estland, Litauen, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Ungarn und Ukraine zu den Gründungsmitgliedern. Neben dem Aufbau der neuen Aufsichtsarchitektur in der Europäischen Union ist die Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im CESEE-Raum derzeitiger Arbeitsschwerpunkt. Die CESEE Insurance Supervision Initiative trifft sich regelmäßig zu Konferenzen und Workshops um über aktuelle Versicherungsaufsichtsthemen beraten.

Financial Action Task Force (FATF)

Die FATF wurde 1989 als intergouvernementale Institution mit Sitz in Paris gegründet. Auch sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, internationale Grundsätze und Standards zu entwickeln. Das Mandat umfasste zu Beginn lediglich die Entwicklung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche. Dieses wurde 2001 um Maßnahmen zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung und damit einhergehenden Risiken für die Finanzmärkte erweitert.

Das aktuelle Mandat der FATF läuft bis 2020.

Webseite FATF

Financial Stability Board (FSB)

Das FSB, mit Sitz in Basel, wurde 2009 als Nachfolger des Financial Stability Forum gegründet und dient der intensiven Zusammenarbeit der für Finanzmarktstabilität zuständigen nationalen Behörden und internationalen Organisationen. Österreich ist mit dem Bundesministerium für Finanzen, der Österreichischen Nationalbank und der FMA in der Regionalkonferenz für Europa vertreten.

Webseite FSB

International Association of Insurance Supervisors (IAIS)

Die IAIS mit Sitz in Basel ist die globale Organisation der Versicherungsaufsichtsbehörden. Sie wurde 1994 gegründet und hat mittlerweile Mitglieder aus mehr als 140 Ländern. Die Hauptaufgabe der IAIS ist es, internationale Grundsätze und Standards für Versicherungsaufsichtsbehörden auszuarbeiten und dadurch die Versicherungsaufsicht weltweit effektiver und einheitlicher zu gestalten. Außerdem fördert die IAIS die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen IAIS-Mitgliedern. Darüber hinaus beschäftigt sich die IAIS intensiv mit Fragen zur Finanzmarktstabilität, berücksichtigt dabei die spezifischen Parameter der globalen Versicherungsmärkte und nimmt am Diskurs mit anderen internationalen Organisationen zu diesem Thema teil. Die FMA hat das IAIS Multilateral Memorandum of Understanding zur verbesserten grenzüberschreitenden Kooperation im Versicherungsbereich 2010 unterzeichnet.

Webseite IAIS

International Monetary Fund (IMF)/ Internationaler Währungsfonds (IWF)

Der IMF wurde 1944 als Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, D.C. gegründet und zählt mittlerweile über 180 Mitglieder. Zu den Hauptaufgaben gehört die Förderung der internationalen Zusammenarbeit im Finanzbereich und die Wechselkursstabilität von Mitgliedern in ökonomischen Schwierigkeiten.

Artikel IV-Konsultation

Gemäß den in Artikel IV des Übereinkommens über den Internationalen Währungsfonds enthaltenen Bestimmungen, hält der IWF normalerweise einmal pro Jahr mit jedem seiner Mitglieder Konsultationsgespräche ab. Diese Konsultationen konzentrieren sich auf den Wechselkurs sowie die Finanz- und Geldpolitik des Mitglieds, die Zahlungsbilanz und Entwicklungen betreffend die Auslandsverschuldung; den Einfluss seiner Politiken auf die Zahlungsbilanz; die internationalen und regionalen Auswirkungen der besagten Strukturen sowie die Identifizierung potentieller Schwächen. Die Konsultationen beschränken sich nicht auf makroökonomische Maßnahmen, sondern beschäftigen sich mit allen Aspekten, die einen wesentlichen Einfluss auf die makroökonomische Leistung eines Landes haben, zu denen je nach Situation Arbeitsmarkt, Umwelt und Regierungsführung gehören können. Angesichts der steigenden globalen Integration der Finanzmärkte berücksichtigt der IWF Fragen der Kapitalverkehrsbilanz sowie des Finanz- und Bankensektors ausdrücklicher.

Die Ergebnisse für Österreich 2016 finden Sie in der englischen Version in den nachfolgenden Downloads:  

Financial Sector Stability Assessment Program

Das Financial Sector Stability Assessment Program (FSAP) des IWF ist eine umfassende Analyse des österreichischen Finanzsektors. Diese wird durch den IWF für Österreich alle fünf Jahre durchgeführt. Insbesondere werden drei Komponenten evaluiert: Erstens Ursache, Wahrscheinlichkeit und potentielle Auswirkung der wichtigsten Risiken in Bezug auf die makrofinanzielle Stabilität, zweitens Österreichs Finanzstabilitäts-Policy Framework und drittens die Fähigkeit der Behörden und Institutionen eine potentielle Finanzkrise zu bewältigen. Das Ergebnis des FSAP ist im Financial System Stability Assessment (FSSA) enthalten und floss in die Art IV-Konsultation ein.

Die Ergebnisse für Österreich 2013 finden Sie in der englischen Version im nachfolgenden Download:

International Organisation of Pension Supervisors (IOPS)

IOPS ist der internationale Dachverband der Aufsichtsbehörden über Einrichtungen privater und betrieblicher Altersversorgung – etwa Pensionsfonds und Pensionskassen – und umfasst derzeit über 60 Mitglieder, darunter die FMA als Gründungsmitglied. Hauptsitz von IOPS ist Paris. Die IOPS wurde im Jahr 2004 gegründet und vereint Mitglieder und Beobachter aus Ländern unterschiedlichster Wirtschaftsentwicklung, Vorsorge- und Aufsichtssysteme.

Bei IOPS handelt es sich um eine der IAIS ähnliche Organisation mit dem Ziel, durch internationale Standards die Qualität und Wirksamkeit der Aufsicht über private Vorsorgesysteme weltweit zu verbessern und so deren Entwicklung und operative Effizienz zu optimieren. Gleichzeitig soll in möglichst vielen Ländern eine sichere Quelle für das Renteneinkommen gewährleistet, sowie internationale Zusammenarbeit und weltweiter Informationsaustausch gefördert werden. Die IOPS arbeitet eng mit anderen internationalen Organisationen wie der OECD, der Weltbank, der IAIS und dem IMF zusammen.

Webseite IOPS

International Organization of Securities Commissions (IOSCO)

IOSCO wurde 1983 gegründet, hat seinen Sitz in Madrid und mehr als 180 Mitglieder aus über 100 Ländern. Dieses globale Gremium dient dem weltweiten Erfahrungsaustausch der Aufsichtsbehörden im Wertpapierbereich und strebt in wichtigen Fragen die Entwicklung weltweit akzeptierter Standards für die Organisation des Kapitalmarktes an, um den Anlegerschutz sowie die Funktionsfähigkeit des internationalen Finanzsystems zu sichern. Dazu ist der aufsichtsrechtliche Rahmen permanent an die sich rasch verändernden Bedingungen nationaler wie internationaler Wertpapier- und Derivate-Märkte anzupassen. Das IOSCO Multilateral Memorandum of Understanding (MMoU) stellt einen internationalen Maßstab zur grenzüberschreitenden Kooperation im Wertpapierbereich dar. Die FMA hat dieses MMoU 2009 unterzeichnet.

Webseite IOSCO

 

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