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Whistleblower-System
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Meldungen an die FMA

Diese Seite gibt Ihnen einen Überblick über jene Meldungen, die von Unternehmen an die FMA einzubringen sind.

Meldungen gemäß Börsegesetz

Betreiber von Handelsplätzen sind verpflichtet wirksame Regelungen, Systeme und Verfahren zur Vorbeugung und Aufdeckung von Insidergeschäften, Marktmissbrauch, versuchten Insidergeschäften und versuchtem Marktmissbrauch zu schaffen und aufrecht zu erhalten. Diese Personen haben auffällige Aufträge und Geschäfte bei begründetem Verdacht auf Marktmissbrauch bzw. versuchten Marktmissbrauch zu melden.

Die genannten Verpflichtungen (Schaffung von Regelungen, Systemen und Verfahren sowie Meldungen die zuständige Behörde) treffen auch Personen, die beruflich Geschäfte mit Finanzinstrumenten tätigen. Diese müssen der Finanzmarktaufsicht unverzüglich Meldung erstatten, wenn sie auf Grund der ihnen zur Kenntnis gelangten Fakten und Informationen den begründeten Verdacht haben, dass eine  Transaktion oder ein Auftrag ein Insidergeschäft oder eine Marktmanipulation oder der Versuch hierzu darstellen könnte Artikel 16 Marktmissbrauchsverordnung – MAR.

In solchen Fällen müssen der Finanzmarktaufsicht alle für den Sachverhalt relevanten Daten übermittelt werden, darunter die Beschreibung der Geschäfte, die Gründe für den Verdacht auf Marktmissbrauch und Angaben zur meldepflichtigen Person.

Das Formular zur „Meldung verdächtiger Transaktionen und Aufträge“ ist vollständig ausgefüllt per Mail an die Finanzmarktaufsicht: suspicious-transactions@fma.gv.at zu schicke­n.

 

Meldungen gemäß EMIR

Mitteilung gemäß Artikel 4 Abs. 2 EMIR

Die Voraussetzungen der Ausnahmeregelung sind durch aussagekräftige Informationen zu belegen. Um eine einheitliche Vorgangsweise zu gewährleisten ist hierfür folgendes Template zu verwenden: Risk Management Template Ein Muster Template ist unter folgendem Link zu finden: Risk Management Template SAMPLE Gruppenmitglieder sind im IGT Tool manuell einzutragen oder via csv File hochzuladen. Im Falle eines Uploads ist folgendes csv File zu verwenden: (csv-File) Im User Manual  (IGT-Manual 1.0)  ist eine Beschreibung des Registrierungsprozesses sowie eine Arbeitsanleitung zur Übermittlung von Mitteilungen an die FMA enthalten. Vorab ist eine Erklärung  (Decleration)  an die FMA zu übermitteln. Die Erklärung im Anhang muss von der Gegenpartei, welche bei der FMA über das EMIR-IGT Tool um eine Befreiung von der Clearingpflicht für gruppeninterne Geschäfte gemäß Artikel 4 (2) EMIR ansucht, übermittelt werden. Die Erklärung ist an folgende Email Adresse zu senden: IGT@fma.gv.at

  1. Die Erklärung muss von einer Person mit entsprechender Berechtigung, welche in der antragstellenden bzw. anzeigenden Gegenpartei beschäftigt ist, unterzeichnet werden. Diese Person hat zu bestätigen, dass alle Angaben und Informationen, welche die Gegenpartei über das EMIR-IGT Tool an die FMA übermittelt, korrekt sind.
  2. Es ist wesentlich, dass alle Angaben und Informationen welche in der Erklärung und über das EMIR-IGT Tool an die FMA übermittelt werden, korrekt und vollständig sind. Sollten falsche oder irreführende Angaben übermittelt werden, könnte die unterzeichnende Person gegen Rechtsvorschriften verstoßen und dafür rechtlich belangt werden.
  3. Im Einklang mit den jeweiligen relevanten Datenschutzbestimmungen verwendet die FMA jegliche Informationen, welche über das EMIR-IGT Tool an die FMA übermittelt wurden, zur Ausübung ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben gemäß EMIR und anderen relevanten Rechtsvorschriften. Für diese Zwecke können persönliche Informationen auch an andere nationale Aufsichtsbehörden im EWR weitergeleitet werden.
  4. Das antragstellende bzw. anzeigende Gruppenmitglied welches Anträge bzw. Anzeigen betreffend Ausnahmen von der Clearingpflicht gemäß Artikel 4 (2) EMIR im Namen anderer der Gruppe angehörender rechtlichen Einheiten macht, hat die Genehmigung dafür von allen rechtlichen Einheiten in der Gruppe eingeholt.

IGT Tool gemäß Artikel 4. Abs. 2 EMIR

 

Meldungen gemäß Leerverkaufsverordnung

Gemäß den Artikeln 5-10 der Verordnung Nr. 236/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2012 über Leerverkäufe  und bestimmte Aspekte von Credit Default Swaps (im Folgenden „SSR“ genannt) sind Meldungen über signifikante Netto-Leerverkaufspositionen in Aktien, öffentlichen Schuldtiteln und gegebenenfalls ungedeckter Positionen in Credit Default Swaps (CDS) auf öffentliche Schuldtitel an die zuständige Behörde zu melden.

Leerverkauf Meldetool

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Weitere Informationen zum Thema Leerverkauf

Sowohl von den Verboten als auch der Transparenz gibt es Ausnahmen für Tätigkeiten von Market-Makern und Primärhändlern (Artikel 17 SSR). Die Absicht, diese Ausnahme zu beanspruchen, ist der zuständigen Behörde spätestens 30 Kalendertage vorher schriftlich mitzuteilen. Entsprechende Formulare erhalten sie durch untenstehenden Link.

Weitere Informationen zum Thema Leerverkauf

 

Meldungen gemäß MiFID/WAG 2007

Die Verpflichtung zur Meldung von Wertpapiertransaktionen gemäß Artikel 25 (3) MiFID wurde national in § 64 WAG 2007 umgesetzt. Meldepflichtige Institute gemäß § 64 Absatz 1 haben der FMA sämtliche Inhalte des Anhang I der MiFID DVO (VO 1287/2006) in Verbindung mit der Wertpapiermeldeverordnung für jedes Geschäft in meldepflichtigen Finanzinstrumenten gemäß § 64 Abs. 2 an die FMA zu melden.

Sollte für die Meldung des Kontrahenten oder Kunden keine inländische BLZ oder internationaler Business Identifier Code (BIC) nach ISO 9362 existieren, so kann gemäß §§ 5 und 6 der WPMV mittels Formular eine FMA-ID per Email beantragt werden.

Für die Meldung gemäß Art. 26 MiFIR sind besondere Voraussetzungen notwendig. Eine Beschreibung der notwendigen Änderungen bzw. allgemeine Voraussetzungen zur Erbringung der Meldung finden Sie im nachstehenden Dokument.