Dieses Bild zeigt das Logo der FMA

Finanzmarktaufsicht in Österreich

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Als integrierte Aufsicht vereint die 2002 gegründete FMA die Aufsicht über alle wesentlichen Anbieter und Funktionen unter einem Dach.

Einerseits beaufsichtigt die FMA Banken, Versicherer, Pensionskassen, Betriebliche Vorsorgekassen, Wertpapierfirmen und Wertpapierdienstleistungsunternehmen, Investmentfonds, Finanzkonglomerate sowie Börseunternehmen. Andererseits überwacht sie, dass im Handel mit börsenotierten Wertpapieren rechtliche Vorgaben, Fairness und Transparenz eingehalten werden (Markt- und Börseaufsicht); dass beim öffentlichen Angebot von Wertpapieren umfassende Prospekte dem Publikum Chancen und Risiken des Investments angemessen darstellen (Aufsicht über Kapitalmarktprospekte); dass die Grundsätze guter Unternehmensführung sowie ordnungsgemäßer Beratung eingehalten werden (Aufsicht über Compliance und Wohlverhaltensregeln); dass unerlaubtes Anbieten und Erbringen von Finanzdienstleistungen unterbunden und geahndet wird; und dass alle Finanzinstitute über entsprechende Einrichtungen verfügen, die präventiv gegen Geldwäsche und Finanzierung des Terrors wirken.

Die FMA beaufsichtigte 2018:

  • 597 Kreditinstitute
  • 8 Betriebliche Vorsorgekassen
  • 84 Versicherungsunternehmen
  • 9 Pensionskassen
  • 61 Wertpapierfirmen und 45 Wertpapierdienstleistungsunternehmen
  • 8.466 ausländische Fonds, die in Österreich vertrieben werden
  • 2.078 inländische Investmentfonds von 16 Kapitalanlagegesellschaften (davon 14 als AIFM konzessioniert), 4 ausschließlich als AIFM konzessionierte Gesellschaften, sowie 27 registrierte AIFM
  • 5 Immobilien-Kapitalanlagegesellschaften (zugleich AIFM)
  • 1.089 Emittenten mit 11.942 gelisteten Wertpapieren sowie 64,04 Mio. dort gemeldete Transaktionen

„One-Stop-Shopping“

Als integrierte Aufsicht ermöglicht die FMA in der Regel „One-Stop-Shopping“, das heißt, dass alle behördlichen Verfahren in einem Haus erledigt werden können. Als Behörde hat die FMA Hoheitsgewalt: Sie kann verbindliche Normen, wie etwa Verordnungen und Bescheide, erlassen oder Zwangsakte setzen, wie Konzessionen entziehen, Geschäftsleiter abberufen oder Verwaltungsstrafen (bei natürlichen Personen bis 5 Millionen Euro, bei juristischen Personen 10 Millionen Euro oder bis zu 15% des Gesamtnettoumsatzes (wenn dies mehr als 10 Millionen Euro ist) ) verhängen. Und sie begleitet die beaufsichtigten Unternehmen über ihren gesamten Lebenszyklus: von der Erteilung der Konzession, die sie erst zum Geschäftsbetrieb ermächtigt, über die laufende Aufsicht während ihrer Geschäftstätigkeit bis hin zur Liquidation, dem Entzug oder der Zurücklegung der Konzession.

Vorteile der integrierten Aufsicht

Die integrierte Aufsicht überzeugt durch ihre Vorteile und ist die Ausrichtung der Zukunft für den österreichischen Finanzmarkt:

  • Einem stark verflochtenem Finanzmarkt steht eine integrierte Aufsichtsbehörde gegenüber
  • Sektorübergreifende Mikro- und Makroaufsicht erlauben eine konsistente Risikoanalyse des Finanzmarktes gefolgt von wirkungsvollen Maßnahmen
  • Der integrierte Ansatz ermöglicht eine abgestimmte Vorgehensweise in der Mitgestaltung des europäischen und internationalen Aufsichtsrechts
  • Verhaltensaufsicht und prudenzielle Aufsicht unter einem Dach sind das Fundament für eine effektive Aufsicht unter Berücksichtigung aller Kausalzusammenhänge

Eine detaillierte Darstellung der integrierten Aufsicht in Österreich finden Sie hier zum Download:

Stufenbau der Aufsicht

Jede effiziente und effektive Aufsicht baut auf der Arbeit vorgelagerter Aufsichtsinstanzen auf. Man spricht hier vom „Stufenbau der Aufsicht“: Die Interne Revision eines Finanzinstitutes ist die erste Stufe der Überwachung und Kontrolle, Aufsichtsrat und Wirtschaftsprüfer sind die zweite, die zwar vom Unternehmen bestellt aber durch unabhängige externe Experten besetzt ist. Erst als dritte Stufe setzt dann die staatliche Aufsicht auf.

Dieses Infografik stellt den Stufenbau der Aufsicht dar

In Österreich wird die Aufsicht über die Finanzmärkte von drei Institutionen wahrgenommen. In groben Zügen dargestellt,

  • entwickelt und setzt das Bundesministerium für Finanzen  gemeinsam die rechtlichen Rahmenbedingungen, die dann vom österreichischen Parlament beschlossen werden (Rechtsetzung);
  • die Oesterreichische Nationalbank wacht über die Stabilität des Finanzmarktes als Ganzes (Makro-Aufsicht), ist für die Aufsicht über Zahlungssysteme zuständig sowie in die Bankenaufsicht eingebunden und
  • die FMA überwacht und kontrolliert die einzelnen Finanzinstitute und Akteure (Mikro-Aufsicht).

Alle drei Institutionen arbeiten eng miteinander verzahnt zusammen und bilden das österreichische System der Aufsicht über den Finanzmarkt.

Internationale Zusammenarbeit

Die FMA arbeitet in zahlreichen internationalen – insbesondere aber europäischen – Gremien mit, um einheitliche Aufsichtsstandards zu schaffen und dabei die Interessen des Finanzplatzes Österreich zu vertreten. Zunehmende Bedeutung gewinnt angesichts der Globalisierung der Finanzwirtschaft die Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit in der operativen Aufsicht.

Nachhaltigkeit in der FMA

Das Thema Nachhaltigkeit hat in der FMA nicht nur in Bezug auf den österreichischen Finanzmarkt, sondern auch im Büroalltag bei uns im Haus einen hohen Stellenwert. Es werden zahlreiche Maßnahmen verfolgt, um verantwortungsvoll mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen.

Das umweltbewusste Handeln unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfasst Maßnahmen betreffend den Energieverbrauch, den Materialeinsatz oder den Umgang mit Abfall, um unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten. Zum Beispiel:

  • Durch die elektronische Aktenverwaltung fällt ein Großteil unseres Papierverbrauchs weg. Auch die Handtücher auf den Toiletten bestehen aus speziell zertifiziertem Papier, das recycelt und umweltfreundlich produziert wird. Auf diese Weise wird der Materialeinsatz geringgehalten.
  • Um Energie zu sparen, sind im ganzen Haus LED -Lampen bzw. Leuchtstoffröhren mit Bewegungsmelder im Einsatz. Durch die vielen Fenster im FMA-Gebäude profitieren wir ohnehin viel vom Tageslicht in den Büroräumen, was ein großes Stromersparnis ausmacht. Wir beziehen sauberen Strom aus Wind- und Wasserkraft.
  • Die FMA legt großen Wert auf Mülltrennung in Plastik, Papier, Restmüll und Biomüll, was auch regelmäßig von einem Abfallwirtschaftsbeauftragten kontrolliert wird.
  • Die Fahrrad- und Rollerabstellplätze im Haus, aber auch die gute öffentliche Anbindung der FMA bietet unseren MitarbeiterInnen eine gute Möglichkeit auch ohne Auto ins Büro zu kommen.

Dies sind nur einige der vielen Vorgehensweisen im Haus, die dazu da sind die Arbeit im Büro nachhaltiger zu gestalten und Verantwortung gegenüber der Umwelt zu übernehmen.