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Whistleblower-System
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Risikominimierung

Für Derivate, welche nicht der Clearingpflicht unterliegen und somit nicht zentral abgewickelt werden, sieht EMIR verschärfte Anforderungen an das Risikomanagement vor. Diese Anforderungen sind seit März bzw. September 2013 in Kraft und umfassen eine zeitnahe, elektronische Bestätigung der Konditionen beim Abschluss eines OTC- Derivates. Die Kontrahenten eines OTC-Derivategeschäftes sind gemäß EMIR weiters verpflichtet in bestimmten Zeitabständen einen Portfolioabgleich durchzuführen. Die Häufigkeit der Abstimmungen richtet sich nach Anzahl der ausstehenden OTC-Derivatgeschäfte sowie danach ob der Kontrahent eine finanzielle oder nicht-finanzielle Gegenpartei ist. Darüber hinaus ist es für Kontrahenten, zwischen denen 500 oder mehr OTC-Geschäfte ausstehen, verpflichtend eine Portfolio Komprimierung durchzuführen. Ziel dabei ist es das Ausfallrisiko zu reduzieren. Bei nicht Durchführbarkeit einer Portfoliokomprimierung, ist dies der FMA zu begründen. EMIR sieht weiters eine tägliche Bewertung von ausstehende OTC-Derivategeschäften von finanziellen und nicht-finanziellen Gegenparteien über der Clearingschwelle vor. Abschließend wird auch die Implementierung von Streitbeilegungsverfahren zwischen Gegenparteien eines OTC Derivatekontrakts vorgeschrieben.

Seit 4. Februar 2017 ist auch ein verpflichtender Austausch von Sicherheiten zwischen Gegenparteien von OTC Derivatekontrakten vorgesehen. Diese Anforderung umfasst den Austausch von Initial Margin und Variation Margin. Die Besicherungspflicht mit Variation Margin tritt bereits am 1. März 2017 in Kraft. Der Austausch von Initial Margin wird schrittweise seit 4.Februar 2017 bis 2020 in verschiedenen Phase-In Perioden eingeführt (zuerst die größten Marktteilnehmer gemessen am OTC Derivate Volumen).