Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat ihren konsolidierten Bericht über Verwaltungsstrafen und Maßnahmen in den EU-Mitgliedstaaten veröffentlicht. Im Jahr 2025 wurden in den von der ESMA erfassten Finanzsektoren insgesamt 955 administrative Sanktionen und Maßnahmen verhängt.
Der Report unterstreicht die starke Position der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) im europäischen Aufsichtsvergleich. Mit einem Anteil von knapp vier Prozent aller im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) verhängten administrativen Sanktionen und Maßnahmen weist Österreich eine überdurchschnittliche Enforcement-Aktivität auf. Die Maßnahmen der FMA erstrecken sich dabei über ein breites Spektrum kapitalmarkt- und aufsichtsrechtlicher Rechtsmaterien. Besonders hervorzuheben ist auch 2025 die erfolgreiche Anwendung der beschleunigten Verfahrensbeendigung sowie die Rolle der FMA bei der Umsetzung des neuen europäischen Aufsichtsrahmens für Kryptowerte: Österreich zählte 2025 zu lediglich vier EWR-Staaten, in denen bereits konkrete Enforcement-Maßnahmen auf Grundlage der neuen europäischen Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCAR) gesetzt wurden. Dies bestätigt die Fähigkeit der FMA, neue regulatorische Anforderungen frühzeitig in die Aufsichtspraxis zu integrieren und zu einer wirksamen Umsetzung europäischer Standards beizutragen.
Den ganzen Bericht zum Download finden Sie hier: ESMA-Report: Sanctions and measures imposed in Member States in 2025 (Dateiformat: pdf, Dateigröße: 2,6 MB, Sprache: Englisch)