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FMA-Bericht zum 4. Quartal 2016 der österreichischen Versicherungswirtschaft

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Österreichs Versicherungsunternehmen haben im 4. Quartal 2016 ein Prämienvolumen von € 3,89 Mrd. verbucht, das entspricht einer Reduktion von -0,97% im Vergleich zum 4. Quartal 2015. Im Gesamtjahr 2016 betrug das Prämienvolumen € 16,92 Mrd., was eine Reduktion von -2,43% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dies geht aus dem heute von der Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA veröffentlichten Bericht über das 4. Quartal der österreichischen Versicherungswirtschaft hervor.

Das Prämienvolumen setzte sich im 4. Quartal 2016 aus Einnahmen von € 1,82 Mrd. in der Schaden und Unfallversicherung (+ 2,53%), € 1,56 Mrd. in der Lebensversicherung (-6,35%) sowie € 511 Mio. in der Krankenversicherung (+ 4,6%) zusammen.

Auch im Gesamtjahr 2016 wurde das Prämienvolumen durch ein Minus von 9,81% auf € 6,04 Mrd. in der Lebensversicherung reduziert. In den Sparten Schaden- und Unfallversicherung sowie Krankenversicherung konnte ein Plus von 1,64% auf € 8,83 Mrd. bzw. von 4,70% auf € 2,05 Mrd. erwirtschaftet werden.

Im Vergleich zu 2015 zeigte das versicherungstechnische Ergebnis im Gesamtjahr 2016 eine Erhöhung um 17,94%, beim Finanzergebnis war eine Verringerung um -5,12% festzustellen. Dies führte zu einem Anstieg des Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 4,48% auf € 1,41 Mrd.

Die Summe aller Assets zu Marktwerten (exklusive Kapitalanlagen der fondsgebundenen und indexgebundenen Lebensversicherung) lag bei € 110,68 Mrd.

Die Kernaktienquote (d.h. Aktien notiert, Aktienfonds, Aktienrisiko in gemischten Fonds) erhöhte sich im 4. Quartal 2016 gegenüber dem Vorquartal von 3,69% auf 3,99%. Die erweiterte Aktienquote, das heißt zusätzlich nicht notierte Aktien (inkl. Beteiligungen), strukturierte Schuldverschreibungen ohne Kapitalgarantie und Darlehen ohne Kapitalgarantie, reduzierte sich von 16,23% auf 16,11%.

Im Hinblick auf die neuen Solvabilitätsanforderungen gemäß Versicherungsaufsichtsgesetz 2016, welche von den Unternehmen seit 1.1.2016 einzuhalten sind, zeigt sich, dass mehr als die Hälfte aller Versicherungsunternehmen einen SCR-Solvabilitätsgrad von über 230% vorweisen konnte; das heißt, doppelt so hohe Eigenmittel als notwendig besaßen. Die „Solvency Capital Requirement – SCR“ mißt, ob das Versicherungsunternehmen mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5% innerhalb der nächsten zwölf Monate, unvorhergesehene Verluste auffangen und seinen Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern nachkommen kann. Der MCR-Solvabilitätsgrad lag bei rund der Hälfte der Versicherungsunternehmen sogar im Bereich von 540% bis 960%. Die Mindestkapitalanforderung MCR (Minimum Capital Requirement) gibt das Mindestausmaß der Eigenmittel an, die das Versicherungsunternehmen jedenfalls und zu jeder Zeit halten muss.

Den gesamten Quartalsbericht finden Sie auf der FMA-Website unter https://www.fma.gv.at/versicherungen/offenlegung/quartalsberichte/

 

Rückfragehinweis für Journalisten:

Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)
+43/(0)1/24959-6006
+43/(0)676/882 49 516

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