FMA-Erhebung zu Fremdwährungskrediten 2. Quartal 2020: kontinuierlich starke Reduktion des FX-Kreditvolumens an private Haushalte um € 450 Mio oder-3,4% | FMA Österreich

FMA-Erhebung zu Fremdwährungskrediten 2. Quartal 2020: kontinuierlich starke Reduktion des FX-Kreditvolumens an private Haushalte um € 450 Mio oder-3,4%

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Das aushaftende Volumen an Fremdwährungskrediten (FX-Kreditvolumen) an private Haushalte hat im 2. Quartal 2020 wechselkursbereinigt um € 450 Mio. oder -3,4% abgenommen. Es sank damit in einem Jahr um € 2 Mrd. oder -14,1%. Zum 30. Juni 2020 hafteten insgesamt noch Kredite im Volumen von € 12,47 Mrd. in fremder Währung aus. Seit der Verhängung des Neuvergabe-Stopps im Herbst 2008 ist das FX-Kreditvolumen wechselkursbereinigt um € 35,91 Mrd. oder -76,5% zurückgegangen. Der Fremdwährungsanteil an allen aushaftenden Krediten an private Haushalte betrug zum Ende des 2. Quartals 2020 nur mehr 7,7%, um 1,21 Prozentpunkte weniger als ein Jahr davor. Am Höhepunkt des FX-Kreditbooms lag dieser Anteil noch bei 31,8%. Dies geht aus der diesbezüglichen FMA-Erhebung zum 2. Quartal 2020 hervor.

Langfristiger Trend wird fortgesetzt

„Fremdwährungskredite sind ein hochspekulatives Finanzprodukt, das einer Vielzahl kumulativ wirkender Risiken ausgesetzt ist, insbesondere wenn es sich dabei um einen endfälligen Kredit mit Tilgungsträger handelt. Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten, wie wir sie derzeit durchleben, sind in der Regel von hoher Volatilität der Märkte und starken Schwankungen der Wechselkurse begleitet,“ so der Vorstand der FMA, Helmut Ettl und Eduard Müller: „Wir werden daher weiterhin für eine konsequente und nachhaltige Reduzierung des Kreditvolumens in Fremdwährung eintreten, um die damit verbundenen Risiken für die österreichischen Haushalte weiter einzudämmen.“

96,2% der FX-Kredite waren im 2.Quartal in Schweizer Franken (der Rest fast zur Gänze in japanischen Yen) aushaftend, wobei der Wechselkurs in diesem Zeitraum zwischen 1,0511 und 1,0866 zum Euro schwankte. Seit dem Höhepunkt des Fremdwährungskredit-Booms 2008 hat der Schweizer Franken um 55,4% aufgewertet.

Rückfragehinweis für Journalisten:

Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)

+43 / (0)1 / 24959-5106 oder +43 / (0)676 / 88 249 516

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