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Kapitalmarktprospekte

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Ein Emittent, der Wertpapiere öffentlich anbietet oder deren Zulassung zu einem geregelten Markt der Wiener Börse AG beantragen will, muss einen umfassenden Wertpapierprospekt erstellen, der die wesentlichen Informationen über den Emittenten wie auch über die zu begebenden Wertpapiere beinhaltet. Diese Wertpapierprospekte werden von der Finanzmarktaufsicht gemäß der gesetzlichen Grundlage in der Verordnung (EU) 2017/1129 und im österreichischen Kapitalmarktgesetz 2019 auf Vollständigkeit, Kohärenz und Verständlichkeit geprüft.

Wichtige Hinweise zur Prospektprüfung finden Sie hier.

Billigung durch die FMA

Ein Wertpapierprospekt bedarf zu seiner Gültigkeit der Billigung durch die FMA Prospektbilligung und muss rechtsgültig veröffentlicht werden.  Der Wertpapierprospekt kann einteilig oder mehrteilig ausgestaltet sein. Gleichfalls bedürfen Nachträge zu bereits gebilligten Wertpapierprospekten einer Billigung durch die FMA . Derartige Nachträge sind vom Emittenten dann zu erstellen, wenn zwischen der Billigung des Prospekts und dem endgültigen Schluss des öffentlichen Angebots oder, falls später, der Eröffnung des Handels an einem geregelten Markt wichtige neue Umstände auftreten oder ursprüngliche Unrichtigkeiten entdeckt werden.

Der FMA obliegt die Prüfung und Billigung von Prospekten und Nachträgen für das öffentliche Angebot von Wertpapieren oder deren Zulassung zum Handel an einem geregelten Markt der Wiener Börse AG. Zusätzlich ist die FMA zuständig für die Billigung eines einheitlichen Registrierungsformulars, dass es Emittenten, die die Kapitalmärkte intensiv in Anspruch nehmen ermöglicht, den Status eines Daueremittenten zu erlangen, womit die Fristen für die Prospektbilligung von 10 auf 5 Bankarbeitstage verkürzt werden können. Sofern das Angebot von Wertpapieren einen Gesamtgegenwert von fünf Millionen Euro innerhalb von zwölf Monaten nicht übersteigt, kann ein vereinfachter Prospekt gemäß Anlage D KMG 2019 erstellt werden.

Die Richtigkeit der Angaben eines Wertpapierprospektes ist nicht Gegenstand des gesetzlichen Prüfmaßstabes der FMA . Für die Richtigkeit der in einem Wertpapierprospekt getätigten Angaben haftet grundsätzlich der jeweilige Emittent.

Veranlagungen

Die Billigung von Veranlagungsprospekten obliegt grundsätzlich nicht der FMA sondern wird von geeigneten Prospektkontrolloren vorgenommen.

Dabei ist allerdings die Vorabanzeigepflicht nach § 8 Abs 3 KMG 2019 zu beachten – auch bei Veranlagungsprospekten ist der FMA vorab über die Mailadresse prospektaufsicht@fma.gv.at anzuzeigen, wie die Veröffentlichung erfolgt und wo der Prospekt erhältlich sein wird!

Aktuelles

Seit 12.07. bis 04.10.2019 läuft ein öffentliches Konsultationsverfahren der ESMA in Bezug auf den Entwurf der „Guidelines on disclosure requirements under the Prospectus Regulation“ (ehemals CESR/ESMA Recommendations). Details zum Konsultationsverfahren finden Sie hier.

Am 22.07.2019 wurde das KMG 2019 im BGBl I Nr. 62/2019 veröffentlicht und rückwirkend mit 21.07.2019 in Kraft gesetzt. Die FMA veröffentlicht zu § 24 Abs. 1 KMG 2019 eine WICHTIGE MITTEILUNG ZUR MELDUNG AN DEN EMISSIONSKALENDER UND DER HINTERLEGUNG DER ENDGÜLTIGEN BEDINGUNGEN.

Am 12.07.2019 hat die ESMA die Q&As zur Prospektverordnung aktualisiert.

am 29.03.2019 hat die ESMA den Final Report zu den Risk Factor Guidelines veröffentlicht.

Kontakt

Finanzmarktaufsicht (FMA)
Abteilung III/4 – Behördliche Aufsicht Asset Management, Prospekte und Verbraucherinformation
Otto-Wagner-Platz 5
1090 Wien
prospektaufsicht@fma.gv.at

Weitere Informationen

Wertpapierprospekt

Prospektpflicht

Veranlagungsprospekt

Prospektbilligung

Einteiliger Prospekt

Mehrteiliger Prospekt

Einheitliches Registrierungsformular

Daueremittent