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Whistleblower-System
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Regelpublizität

Die Finanzberichterstattung ist das zentrale Berichtswesen von börsenotierten Unternehmen, auf das sich alle Marktteilnehmer (Anleger, Banken, Analysten, Aufsichtsbehörden) verlassen können müssen. Die Finanzberichterstattung ist die Basis für die Erstellung von Analysen und Ratings und dient Investoren bei ihrer Anlageentscheidung. Unter die Regelpublizitätspflichten nach dem Börsegesetz fallen die Veröffentlichung von Jahresfinanzberichten (§ 82 Abs. 4 BörseG) und Halbjahresfinanzberichten (§ 87 BörseG).

Mit Umsetzung der Transparenz-Richtlinie 2013/50/EU in nationales Recht ist seit 26. November 2015 die Verpflichtung zur Veröffentlichung von Quartalsberichten entfallen.

Nachdem in § 87 Abs. 6 BörseG vorgesehen ist, dass der Betreiber eines Geregelten Marktes von Emittenten, deren Wertpapiere zum Handel an diesem Markt zugelassen sind, verlangen kann, dass sie im Marktsegment mit den höchsten Anforderungen die Veröffentlichung von Quartalsberichten verlangen kann, hat die Wiener Börse die Geschäftsbedingungen für das Marktsegment „Prime Market“ mit 26. November 2015 dementsprechend angepasst und eine verpflichtende Veröffentlichung von Quartalsberichten in diesem Segment vorgeschrieben.