FMA warnt vor betrügerischen Aktivitäten, bei denen gefälschte FMA-E-Mail-Adressen und FMA-Internet-Domains verwendet werden, insbesondere derzeit bei CEO-Fraud

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Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) warnt, dass sie angesichts der besonderen Herausforderungen durch die COVID-19-Krise und die damit verbundene Zunahme der Unsicherheit in vielen Lebensbereichen einen signifikanten Anstieg betrügerischer Aktivitäten feststellt. Die Betrüger scheuen dabei auch nicht davor zurück, dazu auch gefälschte FMA-Internet-Domains oder gefälschten FMA-E-Mail-Adressen der österreichischen Finanzmarktaufsicht zu verwenden.

CEO-Fraud

So versuchen Betrüger derzeit vermehrt, auch unter Ausnutzung der besonderen Herausforderungen für Mitarbeiter von Unternehmen, wie etwa das Teleworking und Home Office, durch gefälschte E-Mails von Vorgesetzten, insbesondere von Mitgliedern der Geschäftsleitung, Überweisungen unter Umgehung der üblichen internen Kontrollstandards betrügerisch herauszulocken. Dabei wird „strenge Vertraulichkeit“ gefordert und soll die Kommunikation auf E-Mail-Verkehr in den im E-Mail genannten Adressaten-Kreise (mit den gefälschten Mail-Adressen) beschränkt werden. Zudem werden häufig gefälschte Informationen und Schreiben renommierter Anwaltskanzleien angefügt, und/oder es wird auf Anweisungen von Aufsichtsbehörden wie der FMA verwiesen, samt gefakeder Links und E-Mail-Adressen.

So haben etwa mehrere Banken der FMA berichtet, dass bei derartigen betrügerischen Aktivitäten unter anderem auch auf Fake-Domains wie „fma-gv-at.com“, „at-fma.com“ oder FMA-gv.com“ verwiesen oder von dort versendet wird, und/oder im „Return-Path“ der E-Mail offensichtlich gefälschte FMA-E-Mail-Adressen wie opa@fma-at-gv.com, opa@at-fma.com und opa@fma-gv.com verwendet werden. Alle diese angeblichen FMA-Domains oder FMA-E-Mail-Adressen sind gefälscht, werden von Betrügern missbraucht und haben nichts mit der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde zu tun. Es ist dabei in Einzelfällen bereits zu erheblichen finanziellen Schäden gekommen.

Warnung der FMA

„Bleiben Sie auch in der Krise kritisch,“ mahnt der Vorstand der FMA, Helmut Ettl und Eduard Müller: „Halten Sie in dieser besonders herausfordernden Zeit auch im Home Office und bei Teleworking die üblichen Kontrollmechanismen und Vorsichtsmaßnahmen genau ein!

Prüfen Sie alle Transaktionen sorgfältig, checken Sie alle Aufforderungen zu Zahlungen gemäß der üblichen Freigabe-Hierarchie!“

Weitere Informationen zum Thema Finanz- und Anlagebetrug finden Sie auf der Website der FMA unter den Links: https://www.fma.gv.at/fma-aktuell/aktuell-haeufige-betrugsmaschen-im-zusammenhang-mit-covid-19/ sowie https://www.fma.gv.at/finanzbetrueger-erkennen/. Von dort gelangen Sie auch sehr einfach zur Datenbank der von der FMA veröffentlichten Investorenwarnungen, die vor unseriösen Anbietern warnen, die auf dem österreichischen Markt Aktivitäten entfaltet haben. Überdies empfiehlt Ihnen die FMA, die „FMA-Sicherheits-App“ auf Ihr Handy zu laden, dann werden Ihnen alle aktuellen Warnmeldungen unverzüglich zugesandt.

Rückfragehinweis für Journalisten:

Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)

+43/(0)1/24959-5106

+43/(0)676/882 49 516

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