Stresstests Versicherungen

FMA-Aufsichtsschwerpunkte zu Stresstests Versicherungen
Das Hauptziel der Versicherungsaufsicht ist nach § 267 Versicherungsaufsichtsgesetz 2016 (VAG 2016) der Schutz der Interessen der Versicherungsnehmer und Anspruchsberechtigten. Dazu kann die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) nach § 273 VAG 2016 quantitative Instrumente entwickeln, um zu überprüfen, ob Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen ihren Verpflichtungen auch in schwierigen wirtschaftlichen Situationen nachkommen können. Eines dieser Instrumente stellen Stresstests für die Unternehmen dar, die von der FMA regelmäßig durchgeführt werden. Bei einem Stresstest müssen Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen ihren Geschäftsverlauf in besonders nachteiligen Szenarien simulieren. Dies können etwa starke Rückgänge an den Kapitalmärkten, (Natur-)Katastrophen, Cyber-Angriffe, Liquiditätsengpässe oder deutlich steigende Kosten sein. Anhand dieser von der FMA und/oder der EIOPA definierten Szenarien, kann die FMA abschätzen, inwieweit Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen auch in widrigen Situationen ihre Verpflichtungen dauerhaft erfüllen können. Gegebenenfalls kann die Aufsicht die einzelnen Unternehmen anhalten, Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Widerstandskraft zu erhöhen.





