Anlageverhalten

Anlageverhalten zu Stresstests Versicherungen
Wenn Versicherungsunternehmen die Veranlagung ändern, kann sich Ihr Risiko und die Finanzmarktstabilität ändern. Durch die Marktwertbilanz in Solvency II beeinflusst die Veranlagung die Eigenmittel der Versicherungsunternehmen und deren Volatilität. Ebenso ändert die Veranlagung Solvenzkapitalanforderung und -quoten. Auch im Zusammenhang mit den Vorgaben der Versicherungsunternehmen-Kapitalanlageverordnung (VU-KAV 2015), beobachtet die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) deshalb das Anlageverhalten. Dafür entwickelt sie methodische Ansätze und verbessert die Datenbasis.

Traditionell sind die Versicherungsunternehmen Anleihen-Netto-Käufer. Dies gilt in Österreich für Staatsanleihen, welche insbesondere von den Lebensversicherungsunternehmen mit langen Laufzeiten gekauft werden. Unternehmensanleihen, darunter insbesondere Finanzsektor-Anleihen, werden netto-verkauft, indem abreifende und verkaufte Anleihen durch weniger Käufe ersetzt werden.


Die Kosinus-Ähnlichkeit misst das Ansteckungsrisiko durch Portfolio-Überlappung beispielsweise für Emittenten. Die Portfolio-Kosinus-Ähnlichkeit ist das normalisierte Skalarprodukt der Vektoren der Emittenten-Gewichte von jeweils zwei Versicherungsunternehmen. Zuletzt ist die Ähnlichkeit der Portfolios der großen Versicherungsunternehmen wieder gestiegen.
