Stresstests Betriebliche Vorsorgekassen

Stresstests Betriebliche Vorsorgekassen
Hauptziel der Beaufsichtigung ist es, die Rechte von Anwartschaftsberechtigten zu schützen sowie die Stabilität und Solidität von Betrieblichen Vorsorgekassen (BVK) sicherzustellen. Unbeschadet dieses Ziels hat die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) bei der Ausübung ihrer Aufgaben in gebührender Weise die möglichen Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf die Stabilität des Finanzsystems und insbesondere in Krisensituationen zu berücksichtigen, wobei sie die zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbaren Informationen zugrunde zu legen hat. In Zeiten außergewöhnlicher Bewegungen auf den Finanzmärkten hat die FMA die potenziellen prozyklischen Effekte ihrer Maßnahmen zu berücksichtigen. Eines dieser Instrumente stellen Stresstests für die Unternehmen dar, die von der FMA regelmäßig durchgeführt werden. Bei einem Stresstest müssen BVK ihren Geschäftsverlauf in besonders nachteiligen Szenarien simulieren. Dies können etwa starke Rückgänge an den Kapitalmärkten, Cyberangriffe oder Liquiditätsengpässe sein. Mittels vordefinierter Szenarien kann die FMA abschätzen, inwieweit BVK auch in widrigen Situationen ihre Verpflichtungen dauerhaft erfüllen können. Gegebenenfalls kann die Aufsicht die einzelnen Unternehmen anhalten, Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Widerstandskraft zu erhöhen.




