EZB und FMA empfehlen den Banken dringend, auf Dividendenausschüttungen sowie Rückkäufe von Aktien zu verzichten. | FMA Österreich

EZB und FMA empfehlen den Banken dringend, auf Dividendenausschüttungen sowie Rückkäufe von Aktien zu verzichten.

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Angesichts der massiven Herausforderungen durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der globalen COVID-19-Krise haben die Europäische Zentralbank (EZB) und die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) heute die dringende Empfehlung an die von ihnen beaufsichtigten Banken beschlossen, auf die Ausschüttung von Dividenden für das abgelaufene Geschäftsjahr sowie von Rückkäufen eigener Aktien Abstand zu nehmen. Beide Institutionen gehen aber auf jeden Fall davon aus, dass die Banken derartige Entscheidungen vorerst für zumindest sechs Monate aufschieben, jedenfalls aber bis Klarheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung besteht. EZB und FMA haben die Banken umgehend von diesen Beschlüssen informiert.

„Angesichts der Hilfs- und Unterstützungspakete, die die Staaten in noch nie dagewesenem Ausmaß beschlossen haben, um der Real- wie der Finanzwirtschaft in dieser schwierigen Situation zu helfen, sie zu schützen und zu unterstützen, wäre es völlig unverständlich, wenn Banken ihre finanziellen Ressourcen durch eine unverantwortliche Ausschüttungspolitik schmälerten,“ so der FMA-Vorstand, Helmut Ettl und Eduard Müller: „Nun geht es darum, zusammenzustehen und Alles zu tun, damit wir den durch die COVID-19-Krise verursachten wirtschaftlichen Schock möglichst abfedern können und die optimalen Voraussetzungen schaffen, damit wir nach der Krise bald wieder voll durchstarten können.“ Aufseher und Regulierer übten bereits größtmögliche Flexibilität, um die Finanzwirtschaft, insbesondere die Banken, in ihrer verantwortungsvollen Funktion für die Volkswirtschaft zu unterstützen: Einerseits damit diese selbst den Schock und dessen Folgen verkraften, andererseits damit sie private Haushalte wie Unternehmen durch die Krise tragen und die finanzielle Grundlage für einen möglichst baldigen Wiederaufschwung schaffen können.

Rückfragehinweis für Journalisten:

Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)

+43/(0)1/24959-5106

+43/(0)676/882 49 516

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