FMA-Bericht zum 2. Quartal 2020 der österreichischen Versicherungswirtschaft: Prämienvolumen weiter steigend, massiver Einbruch des EGT. | FMA Österreich

FMA-Bericht zum 2. Quartal 2020 der österreichischen Versicherungswirtschaft: Prämienvolumen weiter steigend, massiver Einbruch des EGT.

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Die österreichischen Versicherungsunternehmen steigerten im 2. Quartal 2020 die Prämieneinnahmen verglichen mit dem 2. Quartal 2019 um +2,54% auf € 4,61 Mrd.  Diese Zunahme ist insbesondere auf die Sparten Schaden/Unfall (+5,64% auf € 2,73 Mrd.) sowie Krankenversicherung (+4,75% auf € 601 Mio.) zurückzuführen. Die Lebensversicherung musste hingegen mit -4,42%, einen Rückgang des Prämienvolumens auf € 1,28 Mrd. hinnehmen. Im gesamten 1. Halbjahr stieg das Prämienvolumen auf € 10,44 Mrd., wobei die Schaden- und Unfallversicherung um +2,96 % auf € 6,44 Mrd. zulegte, die Krankenversicherung um +5,04% auf € 1,22 Mrd. und die Lebensversicherung um +0,53% auf € 2,78 Mrd. Dies geht aus dem von der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) heute veröffentlichten Bericht zum 2. Quartal 2020 der österreichischen Versicherungswirtschaft hervor.

Deutlicher Rückgang beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT)

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) büßte im 2. Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahresquartal -40,41% oder – € 464,31 Mio. ein und betrug € 684,69 Mio. Dies ist vor allem auf das um -51,87% oder – € 925,48 Mio. auf € 858,84 Mio. eingebrochene Finanzergebnis zurückzuführen. Auch das Versicherungstechnische Ergebnis war mit -1,04% oder – € 4,52 Mio. auf € 428,82 Mio. rückläufig. 

Die stillen Nettoreserven (Saldo aus stillen Reserven und stillen Lasten) weisen Ende des abgelaufenen Quartals eine Erhöhung um +12,74% auf € 22,32 Mrd. zum Vorquartal auf. Die Reservequote betrug damit zum Ende des Berichtszeitraumes 24,54%.

Der Solvabilitätsgrad der österreichischen Versicherungsunternehmen gemäß Versicherungsaufsichtsgesetz 2016 hat leicht abgenommen, war zur Jahresmitte 2020 dennoch zufriedenstellend: Jedes zweite Unternehmen hatte einen SCR-Solvabilitätsgrad von über 200%, verfügten also über doppelt so hohe Eigenmittel als erforderlich. Der Durchschnittswert (Median) lag bei 199,29%.

Den gesamten Quartalsbericht finden Sie online auf der FMA-Website unter folgendem Link.

Rückfragehinweis für Journalisten:

Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher):

+43/(0)1/24959-6006

+43/(0)676/882 49 516

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