Stresstests Pensionskassen

FMA-Aufsichtsschwerpunkte zu Stresstests Pensionskassen

Hauptziel der Aufsicht ist es, die Rechte von Versorgungsanwärter:innen und Leistungsempfänger:innen zu schützen und die Stabilität und Solidität von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) sicherzustellen. Unbeschadet dieses Ziels hat die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) bei der Ausübung ihrer Aufgaben in gebührender Weise die möglichen Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf die Stabilität des Finanzsystems in allen betroffenen Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und insbesondere in Krisensituationen zu berücksichtigen, wobei sie die zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbaren Informationen zugrunde zu legen hat. In Zeiten außergewöhnlicher Bewegungen auf den Finanzmärkten hat die FMA die potenziellen prozyklischen Effekte ihrer Maßnahmen zu berücksichtigen. Eines dieser Instrumente stellen Stresstests für Unternehmen dar, die von der FMA regelmäßig durchgeführt werden. Bei einem Stresstest müssen Pensionskassen ihren Geschäftsverlauf in besonders nachteiligen Szenarien simulieren. Dies können etwa starke Rückgänge an den Kapitalmärkten, Cyber-Angriffe, Liquiditätsengpässe oder deutlich steigende Kosten sein. Anhand dieser von der FMA und/oder der European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) definierten Szenarien, kann die FMA abschätzen, inwieweit Pensionskassen auch in widrigen Situationen ihre Verpflichtungen dauerhaft erfüllen können. Gegebenenfalls kann die Aufsicht die einzelnen Unternehmen anhalten, Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Widerstandskraft zu erhöhen.