FMA-Erhebung zu Fremdwährungskrediten im 3. Quartal 2019: Massiver Abbau des aushaftenden Volumens an Fremdwährungskrediten fortgesetzt

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Das aushaftende Volumen an Fremdwährungskrediten wurde im 3. Quartal 2019, verglichen mit dem Vorjahresquartal, wechselkursbereinigt um – € 1,85 Mrd. oder -12,2% gesenkt. Seit Verhängung des Neuvergabe-Stopps im Herbst 2008 ist damit das aushaftende Volumen wechselkursbereinigt um – € 34,38 Mrd. oder – 73,6 % abgebaut worden. Im Vergleich zum Vorquartal (Q2/2019) sank das Volumen um € 470 Mio. oder -3,4%. In absoluten Zahlen ist das Volumen der Fremdwährungskredite an private Haushalte im 3. Quartal 2019 auf € 13,78   Mrd. gesunken (Q3 2018: € 15,2 Mrd.). Dies geht aus der Erhebung der FMA zur Entwicklung der FX-Kredite im 3. Quartal 2019 hervor.

Der Fremdwährungsanteil an allen aushaftenden Krediten an private Haushalte entsprach im 3. Quartal 2019 8,7%, womit er seit dem Höchststand 2006 von rund einem Drittel inzwischen auf markant weniger als ein Zehntel gesenkt werden konnte. Ende September 2019 entfiel mit 96,0% weiterhin der Großteil des FX-Forderungsvolumens auf Schweizer Franken (CHF) und der Rest beinahe zur Gänze auf Japanischen Yen.

Seit Anfang 2008 hat der Schweizer Franken bis 30. September 2019 um 52,5% aufgewertet und pendelte sich im dritten Quartal des Jahres 2019 zwischen 1,0829 und 1,1169 ein. Das heißt, wer Anfang 2008 einen Fremdwährungskredit in Höhe von € 100.000,- aufgenommen hat, müsste derzeit allein aufgrund der Wechselkursentwicklung – also ohne Zinszahlungen – fast € 152.500,- zurückzahlen.

 

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